Die gr├Â├čte Verf├╝hrung aller Zeiten


Der gro├če Betr├╝ger sagt: ┬źWir m├╝ssen auf jene achten, welche die Aufmerksamkeit der Menschen auf den Sabbat von Jehova (JAHWEH) lenken wollen; diese werden viele dazu bringen, den Anspruch des Gesetzes Gottes zu erkennen, Dasselbe Licht, welches den wahren Sabbat zeigt, offenbart auch den Dienst Christi im himmlischen Heiligtum und zeigt, dass das letzte Werk f├╝r die Erl├Âsung des Menschen nun voranschreitet. Haltet den Geist des Volkes in Finsternis, bis das Werk beendet ist und wir werden uns der Kirche und der Welt sicher sein k├Ânnen!┬ź

┬źDer Sabbat ist die gro├če Frage, die ├╝ber das Schicksal der Seelen entscheidet. Wir m├╝ssen den Sabbat, den wir erschaffen haben (Sonntag) erheben. Wir haben es veranlasst, das er sowohl von den Kindern der Welt als auch von den Mitgliedern der Kirchen akzeptiert wurde. Jetzt m├╝ssen wir die Kirche veranlassen sich mit der Welt zu vereinigen, um ihn zu unterst├╝tzen. Wir m├╝ssen mit Zeichen und Wundern wirken, um ihre Augen f├╝r die Wahrheit zu verblenden und sie dahin bringen, Vernunft und Gottesfurcht zu verwerfen und Traditionen und Gebr├Ąuchen zu folgen.┬ź

┬źIch werde beliebte Prediger beeinflussen, die die Aufmerksamkeit ihrer Zuh├Ârer von Gottes Geboten ablenken werden. Das was die Schrift als perfektes Gesetz der Freiheit bezeichnet soll als Joch der Sklaverei dargestellt werden. Die Massen akzeptieren die Erkl├Ąrungen der Schrift von ihren Predigern und erforschen nicht f├╝r sich selbst, Indem ich durch die Prediger wirke, kann ich deshalb die Massen nach meinem Willen kontrollieren.┬ź

┬źDoch unsere Hauptsorge ist die Sekte der Sabbathalter zum Schweigen zu bringen. Wir m├╝ssen sie ├╝berh├Ąufen mit allgemeiner Verachtung. Wir werden gro├če und weltweise M├Ąnner auf unsere Seite ziehen und diejenigen, welche Autorit├Ąt haben, dazu verleiten, unsere Absichten auszuf├╝hren. Dann soll der Sabbat, den ich erschaffen habe (Sonntag), durchgesetzt werden durch h├Ąrteste und strengste Gesetze. Jene, welche ihn nicht achten, sollen aus den St├Ądten und D├Ârfern vertrieben werden und sollen Hunger und Entbehrungen erleiden. Wenn wir einst die Macht haben, werden wir zeigen, was wir mit jenen tun, die nicht von ihrer Treue zu Gott abweichen wollen. Wir brachten die r├Âmische Kirche dazu, Gef├Ąngnis, Marter und Tod ├╝ber jene zu bringen, welche ihre Verordnungen verwarfen. Und jetzt wo wir die protestantischen Kirchen und die Welt unter diesen rechten Arm unserer Macht bringen, werden wir zum Abschluss ein Gesetz haben, um alle diejenigen auszurotten, die sich nicht unserer Autorit├Ąt beugen wollen. Wenn der Tod die Strafe f├╝r die ├ťbertretung unseres Sabbats (Sonntags) sein wird, dann werden viele die nun zu denen z├Ąhlen, die die Gebote Gottes halten auf unsere Seite ├╝berlaufen.┬ź

┬źDoch bevor wir zu solch extremen Ma├čnahmen voranschreiten, m├╝ssen wir all unsere Weisheit und List aufbringen, um jene zu verf├╝hren und einzufangen, welche den wahren Sabbat ehren. Wir k├Ânnen viele durch Weltlichkeit, Lust und Stolz von Christus trennen. Sie m├Âgen sich in Sicherheit w├Ąhnen, da sie an die Wahrheit glauben, doch durch Nachgiebigkeit gegen├╝ber ihrem Appetit oder niederer Leidenschaften, welche die Urteilskraft verwirren und das Unterscheidungsverm├Âgen zerst├Âren, wird ihr Fall verursacht.┬ź

┬źGeht, macht die Besitzer von L├Ąndereien und Geld betrunken mit den Sorgen dieses Lebens. Zeigt ihnen die Welt im sch├Ânsten Licht, auf das sie hier ihre Sch├Ątze lagern und ihre Liebe an irdische Dinge binden. Wir m├╝ssen unser ├äu├čerstes tun, damit jene, die Gottes Werk tun, keine Mittel erlangen, welche sie gegen uns einsetzen k├Ânnen. Haltet das Geld in unseren eigenen Reihen. Je mehr Mittel sie erhalten, desto mehr werden sie unserem K├Ânigreich schaden, indem sie unser Eigentum von uns nehmen. Bringt sie dazu, sich mehr um Geld zu sorgen als um die Errichtung des K├Ânigreiches Christi und die Verbreitung der Wahrheit, die wir hassen und so m├╝ssen wir ihren Einfluss nicht f├╝rchten. Denn wir wissen, dass jede selbsts├╝chtige und begehrliche Person unter unsere Machtfallen wird und letztendlich von Gottes Volk getrennt wird.┬ź

┬źDurch jene, die eine Form von Gottesfurcht haben aber seine Kraft nicht kennen, k├Ânnen wir viele gewinnen, welche uns sonst gro├čen Schaden zuf├╝gen w├╝rden. Diejenigen, die das Vergn├╝gen mehr lieben als Gott, werden unsere effektivsten Helfer sein. Die Begabten und Intelligenten dieser Menschengruppe werden uns als K├Âder dienen, um andere in unsere Fallstricke zu locken. Viele werden ihren Einfluss nicht f├╝rchten, da sie sich zum gleichen Glauben bekennen. Wir werden diese zur Annahme verleiten, dass man es mit Christi Anspr├╝chen nicht mehr so genau nehmen muss, wie sie einst geglaubt haben und das sie mit der Anpassung an die Welt einen gr├Â├čeren Einfluss ├╝ber Weltliche aus├╝ben k├Ânnten. Auf diese Weise werden wir sie von Christus trennen; dann werden sie keine Kraft mehr haben, unserer Macht zu widerstehen und letztendlich werden sie bereit sein, ihren fr├╝heren Eifer und ihre Hingabe l├Ącherlich zu machen.

ÔÇśBis der gro├če entscheidende Schlag getan werden kann, m├╝ssen unsere Anstrengungen gegen diejenigen, die die Gebote Gottes halten, unerm├╝dlich werden. Wir m├╝ssen in all ihren Zusammenk├╝nften zugegen sein, In ihren gro├čen Versammlungen wird unsere Sache viel erleiden und wir m├╝ssen ├Ąu├čerst wachsam sein und uns unserer verf├╝hrerischsten K├╝nste bedienen, um Seelen daran zu hindern, die Wahrheit zu h├Âren und von ihr gepr├Ągt zu werden.ÔÇś

┬źMenschen mit falschen Lehren mit gerade soviel Wahrheit, um Seelen zu verf├╝hren, werde ich unter ihnen als meine Agenten haben, Ich will auch Ungl├Ąubige anwesend sein lassen, welche ihre Zweifel betreffend der Warnungen des Herrn an seine Kirche zum Ausdruck bringen werden. Wenn die Menschen diese Warnungen lesen und daran glauben, besteht wenig Hoffnungen sie zu ├╝berwinden. Doch wenn wir ihre Aufmerksamkeit von diesen Warnungen ablenken k├Ânnen, werden sie in Unwissenheit bleiben ├╝ber unsere Macht und List und sie werden letztendlich in unseren Reihen verbleiben. Gott wird es nicht erlauben, dass sein Wort straflos geschm├Ąht wird. Wenn wir die Menschen f├╝r eine gewisse Zeit verf├╝hren k├Ânnen, wird Gottes Gnade zur├╝ckgezogen werden und er wird sie unserer Kontrolle ├╝berlassen.┬ź

┬źWir m├╝ssen Verwirrung und Zwiespalt verursachen. Wir m├╝ssen durch Sorgen ihre eigenen Seelen zerst├Âren und sie dazu bringen, einander zu kritisieren, zurichten, zu beschuldigen und zu verurteilen und Selbstsucht und Feindschaft erhalten. Wegen dieser S├╝nden verbannte uns Gott vor seinem Angesicht und alle, die unserem Beispiel folgen werden ein ├Ąhnliches Schicksal erleiden.┬ź

IM ┬╗GROSSEN KONFLIKT (S. 606-608) / GREAT CONTROVERSY┬ź (1884) oder in Spirit of Prophecy Vol. 4, E.G. White, p. 337-340 / Testimonies to Ministers and Gospel Workers, EG. White, p.472-475


Mit der angeblichen Bekehrung Konstantins Anfang des vierten Jahrhundert, die allgemein freudig aufgenommen wurde, fanden jedoch unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit weltliche Sitten und Gebr├Ąuche Eingang in die Kirche. Das Verderben machte jetzt schnelle Fortschritte. Das Heidentum wurde, w├Ąhrend es besiegt schien, zum Sieger. Sein Geist beherrschte die Kirche. Seine Lehren, seine Zeremonien und sein Aberglaube wurden mit dem Glauben und der Gottesverehrung der erkl├Ąrten Nachfolger Christi vermischt.

Aus diesem Kompromiss zwischen Heiden- und Christentum entwickelte sich der ┬╗Mensch der S├╝nde┬╗, der nach der Prophezeiung der Widersacher ist und sich ├╝ber Gott erhebt. Dieses gigantische System falscher Religion ist ein Meisterst├╝ck der Macht Satans, ein Denkmal seiner Anstrengungen, sich selbst auf den Thron zu setzen, um die Welt nach seinem Willen zu regieren.

Satan war einst bem├╝ht, mit Christus einen Kompromiss zu schlie├čen. (Matth├Ąus 4) Er kam zu Gottes Sohn in die Wildnis, um ihn zu versuchen. Er zeigte ihm alle K├Ânigreiche der Welt und ihre Herrlichkeit und bot ihm an, dies alles in seine H├Ąnde zu geben, wenn er die Oberherrschaft des F├╝rsten der Finsternis anerkennen w├╝rde. Christus wies den dreisten Versucher zurecht und zwang ihn, sich zu entfernen. Satan hat aber gr├Â├čeren Erfolg bei den Menschen, wenn er sie mit den gleichen Versuchungen konfrontiert. Um sich irdischen Gewinn und weltliche Ehren zu sichern, wurde die Kirche dazu verleitet, die Gunst und den Beistand der Gro├čen dieser Erde zu suchen, und indem sie auf diese Weise Christus verwarf, gelangte sie dahin, ein Treueb├╝ndnis mit dem Stellvertreter Satans, dem Bischof von Rom, einzugehen.

Der Papst, das sichtbare Haupt der allgemeinen Kirche Christi
Es ist eine der Hauptlehren der r├Âmischen Kirche, dass der Papst das sichtbare Haupt der universalen allgemeinen Kirche Christi sei, angetan mit h├Âchster Autorit├Ąt ├╝ber Bisch├Âfe und Geistliche in allen Teilen der Welt. Mehr noch als das, man hat dem Papst den h├Âchsten Titel der G├Âttlichkeit gegeben. Er wird ┬źder Herr Gott Papst┬ź genannt und f├╝r unfehlbar erkl├Ąrt. Er verlangt, dass alle Menschen ihm huldigen. Der gleiche Anspruch, den Satan in der W├╝ste bei der Versuchung Jesu erhob, wird auch heute noch von ihm erhoben, und zahllose Menschen sind nur allzu gern bereit, ihm die geforderte Verehrung entgegen zu bringen.

Jene aber, die Gott f├╝rchten und ihn verehren, begegnen dieser den Himmel herausfordernden Anma├čung genauso, wie Christus den Verlockungen des hinterlistigen Feindes entgegen trat: ÔÇ×Du sollst JAHWEH, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.ÔÇť Matth├Ąus 4.10. Gott gab in seinem Wort keinen Hinweis, dass er irgendeinen Menschen zum Oberhaupt der Gemeinde bestimmt h├Ątte. Die Lehre von der p├Ąpstlichen Obergewalt steht den Aussagen der Heiligen Schrift entgegen. Der Papst kann nicht ├╝ber die Gemeinde Christi herrschen, es sei denn, er ma├čt sich diese Gewalt widerrechtlich an. Die Katholiken beharrten darauf, die Protestanten der Ketzerei und der eigenwilligen Trennung von der wahren Kirche zu beschuldigen. Doch diese Anklagen lassen sich eher auf sie selbst anwenden, denn sie sind es, die das Banner Jesu Christi nieder warfen und vom Glauben abwichen, ÔÇ×der den Heiligen ein f├╝r allemal ├╝berliefert worden istÔÇť. Judas 3; Schlachter 2000. Satan wusste sehr wohl, dass die Heilige Schrift die Menschen bef├Ąhigen w├╝rde, seine T├Ąuschungen zu erkennen und seiner Macht zu widerstehen; hatte doch selbst der Heiland der Welt seinen Angriffen durch das Wort Gottes widerstanden. Bei jedem Angriff hielt Christus ihm den Schild der ewigen Wahrheit entgegen und sagte: ÔÇ×Es steht geschrieben.ÔÇť Lukas 4,1-13. Jeder Einfl├╝sterung des Feindes widerstand er durch die Weisheit und Macht des Wortes.

Die Verbreitung der Heiligen Schrift wird verboten
Um die Herrschaft ├╝ber die Menschen aufrechtzuerhalten und seine Autorit├Ąt zu festigen, musste Satan das Volk ├╝ber die Heilige Schrift in Unwissenheit halten. Die Bibel w├╝rde Gott erheben und den sterblichen Menschen ihre wahre Stellung zeigen, deshalb mussten ihre heiligen Wahrheiten geheim gehalten und unterdr├╝ckt werden. Diese ├ťberlegung machte sich die Kirche zu eigen. Jahrhundertelang war die Verbreitung der Heiligen Schrift verboten. Das Volk durfte sie weder lesen noch im Haus haben, und skrupellose Geistliche begr├╝ndeten ihre Lehren auf eigene Behauptungen. So wurde das Kirchenoberhaupt fast ├╝berall als Statthalter Gottes auf Erden anerkannt, der mit Autorit├Ąt ├╝ber Kirche und Staat ausgestattet worden sei.

Da das einzig sichere Hilfsmittel zur Entdeckung des Irrtums beseitigt worden war, wirkte Satan ganz nach seiner Willk├╝r. In der Prophezeiung war ja erkl├Ąrt worden, das Papsttum werde ÔÇ×sich unterstehen, Zeit und Gesetz zu ├ĄndernÔÇť, Daniel 7,25 und er z├Âgerte nicht, dieses Werk zu tun.

Die Verehrung von Bildern und Reliquien
Um den Bekehrten aus dem Heidentum einen Ersatz f├╝r die Anbetung von G├Âtzen zu bieten und so ihre rein ├Ąu├čerliche Annahme des Christentums zu erleichtern, wurde schrittweise die Verehrung von Bildern und Reliquien in den christlichen Gottesdienst eingef├╝hrt. Der Beschluss eines allgemeinen Konzils (zweites nic├Ąnisches Konzil 787) best├Ątigte schlie├člich dieses System der p├Ąpstlichen Abg├Âtterei. Um dieses gottesl├Ąsterliche Werk zu vervollst├Ąndigen, wagte es Rom, das zweite Gebot des Gesetzes Gottes, das die Bilderanbetung verbietet, zu l├Âschen und das Zehnte daf├╝r zu teilen, um die Zehnerzahl beibehalten zu k├Ânnen.

Die Einsetzung des Sonntags als ÔÇ×ehrw├╝rdigen Tag der SonneÔÇť
Die Zugest├Ąndnisse gegen├╝ber dem Heidentum ├Âffneten den Weg f├╝r eine noch gr├Â├čere Missachtung der g├Âttlichen Autorit├Ąt. Satan wagte sich auch an das vierte Gebot heran und versuchte, den schon immer bestehenden Sabbat, den Tag, den Gott gesegnet und geheiligt hatte, (1. Mose 2,2.3) beiseite zu schieben und daf├╝r den von den Heiden als ÔÇ×ehrw├╝rdigen Tag der SonneÔÇť gefeierten Festtag einzusetzen.

Diese Ver├Ąnderung wurde zuerst nicht offen erkl├Ąrt. In den ersten Jahrhunderten war der wahre Sabbat von allen Christen gehalten worden. Sie waren eifrig auf die Ehre Gottes bedacht. Und da sie glaubten, dass sein Gesetz unver├Ąnderlich sei, bewahrten sie aufmerksam die Heiligkeit seiner Vorschriften. Aber Satan wirkte sehr schlau durch seine Werkzeuge, um sein Ziel zu erreichen. Um die Aufmerksamkeit des Volkes auf den Sonntag zu lenken, wurde dieser Tag zu einem Festtag zu Ehren der Auferstehung Christi erkl├Ąrt und an diesem Tag Gottesdienst gehalten. Trotzdem betrachtete man ihn nur als einen Tag der Erholung, w├Ąhrend der Sabbat weiterhin heilig gehalten wurde. Damit der Weg f├╝r das von Satan beabsichtigte Werk vorbereitet w├╝rde, hatte er die Juden vor der Ankunft Christi dazu verleitet, den Sabbat mit ├╝berm├Ą├čig strengen Anforderungen zu belasten, sodass seine Feier zur Last wurde. Jetzt nutzte er das falsche Licht, das den Sabbat als j├╝dische Einrichtung erscheinen lie├č, um auf diesen Tag Verachtung zu h├Ąufen. W├Ąhrend die Christen allgemein den Sonntag als Freudentag betrachteten, veranlasste Satan sie, den Sabbat anstatt zu einem Festtag, zu einem Tag des Fastens, der Trauer und der Dunkelheit zu gestalten, um ihren Hass gegen alles J├╝dische zu zeigen.

Anfang des vierten Jahrhunderts erlie├č Kaiser Konstantin eine f├╝r das ganze R├Âmische Reich g├╝ltige Verordnung, wonach der Sonntag als ├Âffentlicher Festtag eingesetzt wurde. Nach seiner Bekehrung blieb er ein unersch├╝tterlicher Verehrer des Sonntags und sein heidnischer Erlass wurde im Interesse seines neuen Glaubens aufgezwungen. Doch die Ehrerbietung, die diesem Tag entgegengebracht wurde, war noch nicht ausreichend, um wahre Christen davon abzuhalten, den wahren Sabbat als den heiligen Tag des Herrn zu ehren. Ein weiterer Schritt musste unternommen werden. Der falsche Sabbat musste dem wahren gleichgestellt werden. Wenige Jahre nach dem Erlass des Dekrets von Konstantin verlieh der Bischof von Rom dem Sonntag den Titel ÔÇ×Tag des HerrnÔÇť. So wurden die Menschen dazu verleitet, ihn zu verehren, als ob er einen Grad von Heiligkeit besitzen w├╝rde. Aber noch immer wurde der wahre Sabbat gehalten. Der Tag der Sonne wurde von den heidnischen Untertanen verehrt und von Christen geachtet. Kaiser Konstantin beabsichtigte damit, die widerstreitenden Ansichten des Christentums und des Heidentums zu vereinen. Er wurde dazu von den Bisch├Âfen der Kirche gedr├Ąngt, die, von Ehrgeiz und Machtgier erf├╝llt, einsahen, dass damit den Heiden die ├Ąu├čerliche Annahme des Christentums erleichtert w├╝rde. Die Kirche k├Ânnte zu gr├Â├čerer Macht und Ausdehnung kommen, wenn Christen und Heiden denselben Tag feiern w├╝rden. Viele fromme Christen akzeptierten den heidnischen Sonntag in einer gewissen Weise, hielten jedoch den wahren Sabbat dem Herrn ( = JAHWEH) heilig und beachteten ihn im Gehorsam gegen├╝ber dem vierten Gebot. Der Erzbetr├╝ger hatte sein Ziel nicht erreicht. Er war aber entschlossen, die ganze christliche Welt unter sein Banner zu versammeln und seine Macht durch seinen Statthalter, den stolzen Pontifex [Oberpriester] auszu├╝ben, welcher von sich behauptete, der Stellvertreter Christi zu sein.

Durch halb bekehrte Heiden, ehrgeizige kirchliche W├╝rdentr├Ąger und weltliebende Geistliche erreichte er schlie├člich seine Absicht. Von Zeit zu Zeit wurden gro├če Kirchenversammlungen (Konzilien) abgehalten, zu denen die geistlichen W├╝rdentr├Ąger aus aller Welt zusammenkamen. Auf fast jedem Konzil wurde der von Gott eingesetzte Sabbat mehr und mehr erniedrigt und der Sonntag entsprechend erh├Âht. So wurde der heidnische Festtag schlie├člich als g├Âttliche Einrichtung verehrt, w├Ąhrend man den biblischen Sabbat als ├ťberbleibsel des Judentums verschrie und alle verfluchte, die ihn feierten.

Dem gro├čen Rebell war es gelungen, sich ├╝ber ÔÇ×alles, was Gott oder Gottesdienst hei├čtÔÇť, 2. Thessalonicher 2,4 zu erheben. Er hatte es gewagt, das einzige Gebot des g├Âttlichen Gesetzes zu ver├Ąndern, das deutlich alle Menschen auf den wahren und lebendigen Gott hinweist. Im vierten Gebot gibt Gott sich als Sch├Âpfer des Himmels und der Erde zu erkennen und unterscheidet sich dadurch von allen falschen G├Âttern. Es war ein Denkmal an das Sch├Âpfungswerk, dass der siebente Tag als Ruhetag f├╝r die Menschen heilig gehalten wurde. Er wurde geschaffen, damit die Menschen den lebendigen Gott immer in ihren Gedanken behalten und als Quelle des Heils und Ziel der Anbetung und Verehrung st├Ąndig vor Augen haben. Satan ist jedoch bem├╝ht, die Menschen von ihrer Treue zu Gott und dem Gehorsam gegen├╝ber seinem Gesetz wegzulocken. Deshalb richtet er seine Angriffe besonders gegen jenes Gebot, das Gott als den Sch├Âpfer kennzeichnet.

Die Protestanten argumentieren, die Auferstehung Christi am Sonntag erhebe diesen Tag zum Ruhetag der Christen. Hierf├╝r fehlen jedoch die Beweise aus der Heiligen Schrift. Weder Christus noch seine Apostel haben diesen Tag so geehrt. Die Feier des Sonntags als christliche Einrichtung hat ihren Ursprung in jenem ┬źGeheimnis der Bosheit┬ź, das sich schon in der Zeit des Paulus regte. (2. Thessalonicher 2,7) Im Grundtext hei├čt es: ÔÇ×Geheimnis der GesetzlosigkeitÔÇť Wo und wann aber hat der Herr Jesus dieses Kind des Papsttums angenommen? Welcher rechtsg├╝ltige Grund kann f├╝r eine Ver├Ąnderung genannt werden, die sich nicht auf die Heilige Schrift gr├╝ndet?

Im sechsten Jahrhundert hatte sich das Papsttum bereits fest etabliert. Der Sitz seiner Macht war in der kaiserlichen Stadt aufgerichtet und der Bischof von Rom zum Oberhaupt der ganzen Kirche bestimmt worden. Das Heidentum war dem Papsttum gewichen, der Drache hatte dem Tier ÔÇ×seine Kraft und seinen Thron und gro├če MachtÔÇť gegeben. Offenbarung 13,2. Damit begannen die 1260 Jahre der Unterdr├╝ckung der Heiligen, die in der Prophezeiung von Daniel und der Offenbarung vorhergesagt sind. - Daniel 7,25; Offenbarung 13,5-7. Die Christen wurden gezwungen entweder ihren Glauben aufzugeben und p├Ąpstliche Gebr├Ąuche und seinen Gottesdienst zu akzeptieren oder ihr Leben im Kerker langsam aufzugeben oder auf der Folterbank, dem Scheiterhaufen oder durch das Henkerbeil zu sterben. Jetzt erf├╝llten sich die Worte Jesu: ÔÇ×Ihr werdet aber verraten werden von Eltern, Br├╝dern, Verwandten und Freunden; und man wird einige von euch t├Âten. Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen.ÔÇť Lukas 21,16-17 Die Gl├Ąubigen wurden mit gr├Â├čerer Wut als je zuvor verfolgt; und die Welt wurde zu einem ausgedehnten Schlachtfeld. Jahrhundertelang fand Christi Gemeinde Schutz in Abgeschiedenheit und Dunkelheit. So sagt der Prophet: ÔÇ×Und die Frau entfloh in die W├╝ste, wo sie einen Ort hat, bereitet von Gott, dass sie dort ern├Ąhrt werde 1260 Tage.┬ź Offenbarung 12,6.

Der Papst als einziger Mittler, die Ohrenbeichte
Der Aufstieg der r├Âmischen Kirche zur Macht kennzeichnet den Beginn des finsteren Mittelalters. Je m├Ąchtiger sie wurde, desto tiefer war die Finsternis. Der Glaube wurde von Christus, dem wahren Grund, auf den Papst von Rom ├╝bertragen. Statt f├╝r die Vergebung der S├╝nden und das ewige Heil auf den Sohn Gottes zu vertrauen, sah das Volk auf den Papst und auf die von ihm bevollm├Ąchtigten Priester und Pr├Ąlaten. Es wurde gelehrt, dass der Papst der irdische Mittler sei und niemand sich Gott n├Ąhern k├Ânne, au├čer durch ihn. Weiter wurde verk├╝ndet, dass er f├╝r die Menschen Gottes Stelle einnehme und ihm deshalb unbedingt zu gehorchen sei. Schon ein Abweichen von seinen Forderungen gen├╝gte, um die Schuldigen mit h├Ąrtesten Strafen f├╝r Leib und Seele zu bestrafen. So wurden die Gem├╝ter des Volkes von Gott weggelenkt und auf fehlerhafte, irrende und grausame Menschen gerichtet; ja, mehr noch auf den F├╝rsten der Finsternis selbst, der durch diese Menschen seine Macht aus├╝bte. Die S├╝nde war unter dem Deckmantel der Heiligkeit versteckt. Wenn die Heilige Schrift unterdr├╝ckt wird und Menschen sich selbst an die oberste Stelle setzen, k├Ânnen wir nichts anderes erwarten als Betrug,T├Ąuschung und erniedrigende Ungerechtigkeit. Mit der H├Âherstellung menschlicher Gesetze, ├ťberlieferungen und Verordnungen wurde die Verdorbenheit sichtbar, die stets aus der Ablehnung g├Âttlicher Gebote resultiert. Dies waren Tage der Gefahr f├╝r die Gemeinde Christi. Treue Bannertr├Ąger gab es wirklich wenige. Obwohl die Wahrheit nicht unbezeugt blieb, schien es doch manchmal, als ob Irrtum und Aberglaube vollst├Ąndig ├╝berhand nehmen wollten und die wahre Religion von der Erde verbannt w├╝rde. Man verlor das Evangelium aus den Augen, religi├Âse Br├Ąuche hingegen gab es immer mehr und die Menschen wurden mit ├╝berm├Ą├čig harten Forderungen belastet.

Vertrauen auf eigene Werke zur S├╝hnung von S├╝nden
Sie wurden nicht nur gelehrt, den Papst als ihren Mittler zu betrachten, sondern auch zur S├╝hnung ihrer S├╝nden auf ihre eigenen Werke zu vertrauen. Lange Pilgerfahrten, Bu├č├╝bungen, die Anbetung von Reliquien, die Errichtung von Kirchen, Kapellen und Alt├Ąren, das Bezahlen hoher Geldsummen an die Kirche - diese und viele ├Ąhnliche Taten wurden den Menschen auferlegt, um den Zorn Gottes zu bes├Ąnftigen oder sich seine Gunst zu sichern, als ob Gott, wie ein Mensch, wegen Kleinigkeiten erz├╝rnt oder durch Gaben und Bu├č├╝bungen zufrieden gestellt werden k├Ânnte.

Obwohl die S├╝nde selbst unter den F├╝hrern der r├Âmischen Kirche ├╝berhand nahm, schien der Einfluss der Kirche dennoch st├Ąndig zu wachsen. Etwa Mitte des achten Jahrhunderts erhoben die Verteidiger des Papsttums den Anspruch, dass im ersten Zeitalter der Kirche die Bisch├Âfe von Rom die gleiche geistliche Macht besessen h├Ątten, die sie jetzt f├╝r sich beanspruchten. Um diesen Anspruch aber zu geltendem Recht zu machen, musste irgendein Mittel verwendet werden, um ihm den Schein von Autorit├Ąt zu verleihen. Und dies wurde vom Vater der L├╝ge bereitwillig inszeniert. Alte Handschriften wurden von M├Ânchen gef├Ąlscht, bis zu der Zeit unbekannte Konzilienbeschl├╝sse entdeckt, die die allgemeine Oberherrschaft des Papstes von fr├╝hesten Zeiten an best├Ątigten. Und eine Kirche, die die Wahrheit verworfen hatte, nahm diese F├Ąlschungen bereitwillig an.

Die wenigen Treuen, die auf den wahren Grund bauten, (vgl. 1. Korinther 3,10.11) wurden verwirrt und gehindert, als das Durcheinander falscher Lehren die Verk├╝ndigung l├Ąhmte. Wie die Bauleute auf den Mauern Jerusalems in den Tagen Nehemias waren einige bereit zu sagen: ÔÇ×Die Kraft der Tr├Ąger ist zu schwach, und der Schutt ist zu viel; wir k├Ânnen an der Mauer nicht weiter bauen.ÔÇť Nehemia 4,4. Zutiefst erm├╝det vom st├Ąndigen Kampf gegen Verfolgung, Betrug, Ungerechtigkeit und andere Hindernisse, die Satan sich ausdenken konnte, um das Wachstum zu behindern wurden manch treue Bauleute entmutigt Sie wandten sich dann vom wahren Grund ab, um des Friedens, der Sicherheit ihres Eigentums und ihres Lebenswillen Andere, unerschrocken trotz des Widerstands ihrer Feinde, erkl├Ąrten furchtlos: ÔÇ×F├╝rchtet euch nicht vor ihnen; gedenkt an den gro├čen schrecklichen Herrn ( = JAHWEH) und streitet f├╝r eure Br├╝der, S├Âhne, T├Âchter, Frauen und H├Ąuser!ÔÇť Und entschlossen setzten diese Bauleute ihre Arbeit fort, jeder sein Schwert um seine Lenden geg├╝rtet. Nehemia 4,8: vgl. Epheser 6,17.  Der gleiche Geist des Hasses und des Widerstands gegen die Wahrheit hat zu allen Zeiten Gottes Feinde angetrieben, und dieselbe Wachsamkeit und Treue ist seinen Dienern abverlangt worden. Die an die ersten J├╝nger gerichteten Worte Christi gelten allen seinen Nachfolgern bis ans Ende der Zeit: ÔÇ×Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!ÔÇť Markus 13,37. Die Finsternis schien undurchdringlicher zu werden. Die Bilderverehrung breitete sich immer mehr aus. Vor den Bildern wurden Kerzen angez├╝ndet und es wurde gebetet. Die widersinnigsten und abergl├Ąubigsten Gebr├Ąuche nahmen ├╝berhand. Die Gem├╝ter der Menschen wurden so v├Âllig vom Aberglauben beherrscht, als habe die Vernunft ihre Macht verloren. Weil Priester und Bisch├Âfe vergn├╝gungss├╝chtig, sinnlich und verderbt waren, konnte vom Volk nichts anderes erwartet werden, als dass es, aufschauend zu ihnen als geistliche F├╝hrer, in Unwissenheit und Laster versank.

Die Vollkommenheit der r├Âmischen Kirche
Ein weiterer Schritt in der p├Ąpstlichen Anma├čung war, als im 11. Jahrhundert Papst Gregor VII. die Vollkommenheit der r├Âmischen Kirche verk├╝ndete. In den von ihm ver├Âffentlichten Thesen erkl├Ąrte er u.a., dass die Kirche nicht geirrt habe und nach der Heiligen Schrift niemals irren werde, aber biblische Beweise st├╝tzten diese Behauptung nicht.

Die angema├čte Macht ├╝ber weltliche Regenten
Der stolze Pontifex beanspruchte auch die Macht, Kaiser absetzen zu k├Ânnen, und erkl├Ąrte, dass kein von ihm verk├╝ndeter Rechtsspruch von irgendjemandem umgesto├čen werden k├Ânne, w├Ąhrend er dagegen berechtigt sei, die Beschl├╝sse anderer aufzuheben.

Einen schlagenden Beweis seines tyrannischen Charakters lieferte dieser Verteidiger der Unfehlbarkeit in der Behandlung des deutschen Kaisers Heinrich IV. Weil es dieser F├╝rst gewagt hatte, die Macht des Papstes zu missachten, wurde er in den Kirchenbann getan und f├╝r entthront erkl├Ąrt. Erschreckt ├╝ber die Untreue und die Drohungen seiner eigenen F├╝rsten, die in ihrer Emp├Ârung gegen ihn durch den p├Ąpstlichen Erlass ermutigt wurden, hielt Heinrich es f├╝r notwendig, mit Rom Frieden zu schlie├čen. In Begleitung seiner Gemahlin und eines treuen Dieners ├╝berschritt er im Winter die Alpen, um sich vor dem Papst zu dem├╝tigen. Als er das Schloss Canossa erreichte, wohin Gregor sich zur├╝ckgezogen hatte, wurde er ohne seine Leibwache in einen Vorhof gef├╝hrt, und dort erwartete er in der strengen K├Ąlte des Winters mit unbedecktem Haupt und nackten F├╝├čen, bekleidet mit einem Bu├čergewand, die Erlaubnis des Papstes, vor ihm erscheinen zu d├╝rfen. Erst nachdem er drei Tage mit Fasten und Beichten zugebracht hatte, lie├č sich der Pontifex herab, ihm Verzeihung zu gew├Ąhren, und selbst dann geschah es nur unter der Bedingung, dass der Kaiser seine (des Papstes) Genehmigung abwarte, ehe er sich aufs Neue mit dem Zeichen seiner W├╝rde schm├╝cke oder sein K├Ânigtum aus├╝be. Papst Gregor aber, durch seinen Sieg k├╝hn gemacht, prahlte, dass es seine Pflicht sei, den Stolz der K├Ânige zu dem├╝tigen.

Wie auffallend ist der Unterschied zwischen der ├ťberheblichkeit dieses stolzen Pontifex und der Sanftmut und G├╝te Christi, der sich selbst als der an der T├╝r des Herzens um Einlass Bittende darstellt, damit er einkehren kann, um Vergebung und Frieden zu bringen, und der seine J├╝nger lehrt: ÔÇ×Wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht.ÔÇť Matth├Ąus 20,27.

Die Unsterblichkeit der Seele und ein Bewusstsein nach dem Tode
Die folgenden Jahrhunderte zeugen von einer best├Ąndigen Zunahme des Irrtums in den von Rom ausgehenden Lehren. Schon vor Aufrichtung des Papsttums war den Lehren heidnischer Philosophen Aufmerksamkeit geschenkt worden, und sie hatten einen gewissen Einfluss in der Kirche. Viele angeblich Bekehrte hingen noch immer an den Lehrs├Ątzen ihrer heidnischen Philosophie. Sie erforschten diese nicht nur weiter, sondern dr├Ąngten sie auch andern auf, um ihren Einfluss unter den Heiden zu vermehren. Auf diese Weise wurden gravierende Irrt├╝mer in den christlichen Glauben eingeschleust. An erster Stelle stand dabei der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele des Menschen und an ein Bewusstsein nach dem Tode.

Die Anrufung der Heiligen, die Verehrung Marias und ewige H├Âllenqual┬┤
Auf der Grundlage dieser Lehre f├╝hrte Rom die Anrufung der Heiligen und die Verehrung der Jungfrau Maria ein. Hieraus entstand auch die dem p├Ąpstlichen Glauben schon fr├╝h hinzugef├╝gte ketzerische Lehre einer ewigen Qual f├╝r die bis zuletzt Unbu├čfertigen.

Das Fegefeuer
Damit war der Weg f├╝r eine weitere Erfindung vorbereitet, die Rom das Fegefeuer nannte und nutzte, um der leichtgl├Ąubigen und abergl├Ąubischen Menge Furcht einzujagen. In dieser Irrlehre wird behauptet, dass es einen Ort der Qual gehe, an dem die Seelen derer, die keine ewige Verdammnis verdient haben, f├╝r ihre S├╝nden bestraft werden. Sobald sie von aller Unreinheit frei sind, werden auch sie in den Himmel aufgenommen.

Die Ablasslehre
Noch eine andere Verf├Ąlschung war notwendig, um Rom in die Lage zuversetzen, die Furcht und die Untugenden seiner Anh├Ąnger f├╝r sich auszunutzen. Diese wurde durch die Ablasslehre erreicht. Volle Vergebung der vergangenen, gegenw├Ąrtigen und zuk├╝nftigen S├╝nden, Erlass aller h├Âllischen s trafen und Qualen wurde all denen zugesichert, die sich an den Kriegen des Papsttums beteiligten, sei es, um seine weltliche Herrschaft zu erweitern, seine Feinde zu bestrafen oder jene zu vertilgen, die es wagten, seine geistliche Oberherrschaft nicht anzuerkennen. Es wurde auch gelehrt, lass man sich durch Zahlungen an die Kirche von S├╝nden nicht nur befreien konnte, sondern auch die Seelen verstorbener Freunde erl├Âsen k├Ânne, die in den peinigenden Flammen gefangen gehalten w├╝rden. So f├╝llte Rom seine Kassen und unterhielt den Prunk, das Wohlleben und die Laster der angeblichen Vertreter dessen, der nicht hatte, wo er sein Haupt hinlege.

Das Messopfer - Die Eucharistie
Das nach der Heiligen Schrift angeordnete Abendmahl war durch die abg├Âttische Heiligung der Messe verdr├Ąngt worden. In ihrem sinnlosen T├Ąuschungsspiel gaben die p├Ąpstlichen Priester vor, gew├Âhnliches Brot und Wein in den pers├Ânlichen Leib und das wirkliche Blut Christi verwandeln zu k├Ânnen. Mit gottesl├Ąsterlicher Einbildung beanspruchten sie ├Âffentlich die Macht zu haben, Gott ÔÇ×zu erschaffen, den Sch├Âpfer aller Dinge. Von den Christen wurde bei Todesstrafe verlangt, ihren Glauben an diese entsetzliche, den Himmel l├Ąsternde Lehre zu bekennen. Scharenweise wurden solche, die sich weigerten, den Flammen ├╝bergeben.

Die Inquisition
Im 13. Jahrhundert wurde das grausamste aller Werkzeuge des Papsttums eingef├╝hrt - die Inquisition. Der F├╝rst der Finsternis arbeitete mit den W├╝rdentr├Ągern der p├Ąpstlichen Hierarchie zusammen. In ihren geheimen Konzilien beherrschten Satan und seine Engel die Gem├╝ter von b├Âsen Menschen, w├Ąhrend ein Engel Gottes unsichtbar in ihrer Mitte stand und den furchtbaren Bericht ihrer ungerechten, gottlosen Verordnungen aufnahm und die Geschichte ihrer Taten niederschrieb, die zu scheu├člich sind, um sie menschlichen Wesen mitzuteilen. ÔÇ×Babylon die Gro├čeÔÇť war ÔÇ×trunken von dem Blut der HeiligenÔÇť. Die verst├╝mmelten K├Ârper von Millionen M├Ąrtyrer schrien zu Gott um Vergeltung gegen jene abtr├╝nnige Macht. Das Papsttum war zum Schreckensherrscher der Welt geworden. K├Ânige und Kaiser beugten sich den Erlassen des r├Âmischen Pontifex. Das Schicksal der Menschen schien f├╝r Zeit und Ewigkeit von ihm abh├Ąngig zu sein. Jahrhundertelang wurden die Lehren Roms weitgehend und streng angenommen, seine Zeremonien ehrfurchtsvoll vollzogen, seine Feste allgemein beachtet. Seine Geistlichkeit wurde geehrt und freigiebig unterst├╝tzt. Nie hat die r├Âmische Kirche gr├Â├čere W├╝rde, Herrlichkeit oder Macht erlangt.

Die Glanzzeit des Papsttums war f├╝r die Welt eine Zeit tiefster Finsternis. Die Heilige Schrift war nicht nur dem Volk, sondern auch den Priestern nahezu unbekannt. Wie fr├╝her die Pharis├Ąer, so hassten die p├Ąpstlichen W├╝rdentr├Ąger das Licht, das ihre S├╝nden aufdecken w├╝rde. Da sie Gottes Gesetz, die Grundlage f├╝r Gerechtigkeit, beiseite gesetzt hatten, ├╝bten sie ohne Einschr├Ąnkung ihre Gewalt aus und fielen in moralische Verderbtheit. Betrug, Habsucht und Verschwendung waren ├╝blich. Die Menschen schreckten vor keiner Gewalttat zur├╝ck, wenn sie dadurch Reichtum oder Ansehen gewinnen konnten. Die Pal├Ąste der P├Ąpste und Pr├Ąlaten waren Schauplatz der niedertr├Ąchtigsten Ausschweifungen. Manche der regierenden P├Ąpste waren solch abscheulicher Verbrechen schuldig, dass weltliche Herrscher versuchten diese W├╝rdentr├Ąger der Kirche, diese Ungeheuer, zu gemein, um geduldet zu werden, ihres Amtes zu entheben. Jahrhundertelang machte Europa auf wissenschaftlichem, kulturellem oder auf privatem Gebiet keine Fortschritte. Das Christentum war sittlich und geistlich gel├Ąhmt.

Der Zustand der Welt unter Roms Herrschaft zeigt deutlich die furchtbare und genaue Erf├╝llung der Worte des Propheten Hosea: ÔÇ×Mein Volk ist dahin, darum dass es nicht lernen will. Denn du verwirfst Gottes Wort; darum will ich dich auch verwerfen ... Du vergisst das Gesetz deines Gottes; darum will ich auch deine Kinder vergessen.ÔÇť ÔÇ×Es ist keine Treue, keine Liebe, keine Erkenntnis Gottes im Lande; sondern Gottesl├Ąstern, L├╝gen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat ├╝berhand genommen und eine Blutschuld kommt nach der andern.┬╗ Hosen 4,6.1.2. Das waren die Folgen, welche aus der Verbannung des Wortes Gottes resultierten.

In der Bibel vorausgesagt
Und er wird freche Reden gegen den H├Âchsten f├╝hren und die Heiligen des Allerh├Âchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ├Ąndern; und sie werden in seine Gewalt gegeben f├╝r eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Daniel 7,25 Schlachter2000. Und der Drache wurde zornig ├╝ber die Frau und ging hin, um Krieg zu f├╝hren mit den ├ťbrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben. Offenbarung 12,17 Schlachter 2000. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu h├╝ten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! Denn das wei├č ich, dass nach meinem Abschied r├Ąuberische W├Âlfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen; und aus eurer eigenen Mitte werden M├Ąnner aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die J├╝nger abzuziehen in ihre Gefolgschaft. Apostelgeschichte 20,28-31 Schlachter 2000


51 (53) Stufen abw├Ąrts
01. Gebet f├╝r die Toten (ca. 300 n.Chr.)
02. Einf├╝hrung des Kreuzes als Zeichen der Kirche (300 n.Chr.)
03. Einsickern der unbiblischen S├Ąuglingstaufe (Origenes) (ab 3. Jhrh.)
04. Wachskerzen (320)
05. a) Sonntagsheiligung wird zur Pflicht, 1. Sonntagsgesetz (Konstantin 321)
05. b) unbiblischer Beschluss auf dem Konzil zu Nic├Ąa, dass Jesus Christus wahrer Mensch und Gott ist (Trinit├Ątsvorstufe) (325) - (bewusst nicht aufgef├╝hrt oder herausgenommen)
06. Verehrung von Engeln und toten Heiligen (375)
07. a) Bilderverehrung (375)
07. b) unbiblischer Beschluss auf dem Konzil zu Konstantinopel, dass auch der Heilige Geist (heilig: jetzt gro├č geschrieben) wahrer Gott mit gleicher Hoheit wie der Vater und der Sohn ist (Vollendung der Trinit├Ątslehre / Dreieinigkeit / Dreifaltigkeit) (381) - (bewusst nicht aufgef├╝hrt oder herausgenommen)
08. T├Ągliches Zelebrieren der Messe (394)
09. Beginn der Erhebung der Maria, der Mutter Gottes (Konzil zu Ephesus 439) 10. Priester heben sich ab vom Laien durch besondere Kleidung (599)
11. Letzte ├ľlung (520)
12. Purgatorium, Doktrin des Fegefeuers (Gregor IÔÇÜ 593)
13. Lateinische Sprache im Gottesdienst und in Korrespondenz (Gregor I, 600) 14. Gebet zur Maria, den Heiligen und Engeln (620)
15. Titel des ÔÇ×PapstÔÇť (heiliger Vater) vergeben an Bonifatius III (Kaiser Phocas, 607)
16. K├╝ssen der F├╝├če des Papstes (709)
17. Zuteilung der weltlichen Macht an den Papst (Pepin, K├Ânig von Frankreich, 750)
18. Offizielle Einf├╝hrung der Anbetung und Verehrung des Kreuzen, der Bilder undder Reliquien (786)
19. Weihwasser (950)
20. Verehrung und Anbetung des heiligen Josef (890)
21. Kardinalgremium des Papstes (927)
22. Taufe von Glockrn (Johannes XIII, 965)
23. Beginn der Heiligsprechung von toten Heiligen (Johannes XV, 995)
24. Fasten am Freitag und w├Ąhrerd der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern (dem heidnischen Fest der Fruchtbarkeitsg├Âttin Astarte, Aschera) als Vorbereitung auf Ostern (998)
25. Messe als heiliges Opfer (1050)
26. Z├Âlibat der Priester gefordert (Gregor II, 1079)
27. Erfindung des Rosenkranzgebetes (Peter the Hemit, 1090)
28. Offizielle Einf├╝hrung der Inquisition (Konzil von Verona, 1184)
29. Handel mit Abl├Ąssen zur S├╝ndenvergeburg (1190)
30. Irrlehre der Transsubstantiation wird vorschrieben (Christus wird angeblich auf Befehl des Priesters aus dem Himmel geholt, sein Blut in alkoholischen Wein und sein Fleisch in das Brot der Hostie verwandelt (lnnozenz III, 1215) 31. Beichte der S├╝nden zum Priester anstelle zu Gott wird abverlangt (Innozenz III, 1215)
32. Verehrung und Anbetung der Hostie vorgeschrieben (Honorius III, 1220)
33. Offizielles Verbot des Besitzes einer Bibel und darin zu lesen, Aufnahme der Bibel auf die ÔÇ×Liste der verbotenen B├╝cherÔÇť (Konzil von Valencia, 1229)
34. Erfindung den Schutzes durch ein Kleidungsst├╝ck (Skapulierblatt, Schulterblatt der M├Ânchstracht) (Simon Stock, Britischer M├Ânch, 1251)
35. Einf├╝hrung desTrinitatisfestes (Trinit├Ąt) (1334)
36. Verbot f├╝r Laien w├Ąhrend des Abendmahls aus dem Krug zu trinken (Konzil von Konstanz, 1414)
37. Purgatorium (Fegefeuer) als Dogma eingef├╝hrt (Konzil zu Florenz, 1439)
38. Tods├╝nde (1439)
39. Erster Teil der ÔÇ×Ave MariaÔÇť wird offiziell (1508)
40. Gr├╝ndung des ÔÇ×Ordens der Gesellschaft JesuÔÇť - Jesuitenorden (Ignatius Loyola, 1534)
41. Tradition (Beschl├╝sse der P├Ąpste und Konzilien) wird f├╝r gleichwertig mit der Bibel erkl├Ąrt (Konzil zu Trient, 1545)
42. Apokryphen wurden der Bibel hinzugef├╝gt (Konzil zu Trient, 1546)
43. Glaubensbekenntnis Pius IV wird als Glaubensbekenntnis der Kirche verordnet (1560)
44. Letzter Teil des ÔÇ×Ave MariaÔÇť (Rosenkranzgebetes) vorbereitet und eingef├╝hrt (Sixtus V, 1593)
45. Unbefleckte Empf├Ąngnis Der Jungfrau Maria proklamiert (Pius IX, 1854)
46. Liste der Irrlehren proklamiert und ratifiziert, Verdammung der Religions- Meinungs- und Pressefreiheit, und aller ÔÇ×ungebilligtenÔÇť wissenschaftlichen Entdeckungen (Pius X; Vatikanisches Konzil I, 1864)
47. P├Ąpstliche Weltherrschaft nochmals offiziell bekr├Ąftigt (1864)
48. Absolute Unfehlbarkeit des Papstes proklamiert (Vatikanisches Konzil I, 1870)
49. Verdammung ├Âffentlicher Schulen (Pius XI, 1930)
50. Himmelfahrt der Jungfrau Maria (k├Ârperliches Hinauffahren in den Himmel kurz nach ihrem Tode)proklamiert (Pius XII, 1950)
51. Maria als Mutter Gottes proklamiert (Paul VI, 1965)
Zwei zus├Ątzliche Doktrinen werden gerade diskutiert und vielleicht eingef├╝hrt:
(1) Maria als Mittlerin f├╝r die Menschheit. Das bedeutet, nur durch sie kommen wir Gott und Christus n├Ąher.
(2) Dogma der Maria als zus├Ątzliche Erl├Âserin.
Der Gedanke hierbei ist, dass die Erl├Âsung der Menschheit von Anfang bis Ende durch Maria getan wurde, jeder Schritt dabei soll in Zusammenarbeit mit Christus geschehen sein.
(Evangelist Walter Veith sagt dazu: Maria als F├╝rsprecherin und Miterl├Âserin, Erl├Âsung durch einen s├╝ndigen Menschen ÔÇô die Bibel sagt eindeutig: keiner ist gerecht, alle sind wir ├ťbertreter des Gesetzes ÔÇô Maria, die zur Anbetung erhoben wird (Anbetung eines s├╝ndigen Menschen), bedeutet weiter: Rechtfertigung durch Werke ohne das Kleid der Gerechtigkeit Christi: Es gibt nur einen einzigen Vermittler nach der Heiligen Schrift, der sich jetzt als F├╝rsprecher vor dem heiligen Vater im Allerheiligsten des himmlischen Tempels befindet: Jesus Christus / Jahschua der Messias, der Gesalbte Gottes, der Sohn Gottes, einzig seiner Art. Die Anbetung Maria ist ein anderer Weg zu Gott!)


IM ┬╗GROSSEN KONFLIKT (S. 39-50) / GREAT CONTROVERSY┬ź (1884) E. G. White,
Nachdruck 2009


 

BuiltWithNOF


~ Design am Venere/Sabbath 20./21.09.2002 ~ Stand Sabbath, 09.11.2013 ~